Berufliche Ausbildung gegen Armut
Familie Gramann unterstützt mit “25 Jahre Syncro”-Treffen Jugendliche aus ärmsten Familien in Bangladesch

Massenarmut in Bangladesch
Die Bilder, die sich einem ins Gedächtnis brennen, wenn man Bangladesch durchreist, wird man nicht wieder los. So viel Armut, Krankheit und Elend kann man nicht vergessen. Überall sieht man Elendshütten aus Schilf und Bambus, oft bestehen sie auch nur aus Plastikplanen und Juteresten. Viele Menschen werden krank, leiden an Durchfall, Hautausschlag, Infektionen. Für die Armen gibt es keinen Arzt. Sanitäre Anlagen fehlen. Vom sauberen Trinkwasser ganz zu schweigen. In Bangladesch leben über 60 Millionen Menschen in bitterer Armut. Das heißt, sie haben weniger als 1 US-Dollar täglich zum Überleben. Am schlimmsten betroffen sind Kinder und Jugendliche. Nur 53 % der Jungen und 43 % der Mädchen bis 15 Jahre besuchen eine Schule. Aufgrund mangelnder Ausbildung ist die Arbeitslosigkeit sehr hoch. Jugendliche aus armen Familien leben in Frustration und Resignation, weil sie keine Chance auf eine bessere Zukunft haben. Ohne Hilfe von außen kommen sie aus dem Elend nicht heraus.
Spenden vom “25 Jahre Syncro”-Treffen kommen ärmsten Jugendlichen zugute
Vom 30. April bis 3. Mai 2010 fand im Mammutpark bei Stadtoldendorf das “25 Jahre Syncro”-Treffen statt. Die Organisatoren, Familie Gramann von Syncro Services, feierten gemeinsam mit ca. 1.400 Teilnehmern der Veranstaltung den 25ten Geburtstag des Allradantriebs in VW-Fahrzeugen. VW-Busse aus der ganzen Welt, insgesamt 550 Fahrzeuge, waren auf der Veranstaltung zu sehen. “Es war mit Abstand das größte Syncro-Treffen aller Zeiten”, erzählt uns Herr Gramann. Ein Riesenerfolg! Aus beruflichen Gründen war Herr Gramann bereits in Bangladesch unterwegs. Die Massenarmut war auch für ihn ein Schock. “Selbst die rudimentärsten Bedürfnisse sind hier nicht gedeckt. Deshalb habe ich mich nach einem Projekt in Bangladesch umgesehen und entschieden, den Erlös des ‘25 Jahre Syncro’-Treffens für Jugendliche aus ärmsten Familien in Bangladesch zu spenden.“
Die Lichtbrücke hilft!
Die Lichtbrücke setzt sich gemeinsam mit ihren acht bengalischen Partnerorganisationen seit vielen Jahren für mittellose Jugendliche ein. In den Trainingszentren erlernen sie eine berufliche Ausbildung als Mechaniker, Elektriker, Schreiner, Schweißer oder Schneider. Mit dieser Ausbildung haben die Jugendlichen eine Chance, berufstätig zu werden und Geld zu verdienen. So können sie sich und ihren Familien eine bessere Zukunft aufbauen. Schritte aus der extremen Armut sind gelungen.
Ukil hat es geschafft — Schritte aus der absoluten Armut sind gelungen
“Hallo, mein Name ist Ukil. Ich bin 25 Jahre alt und habe einen Bruder und eine Schwester. Früher lebte ich zusammen mit meinen Eltern in einer winzigen Hütte auf dem Land. Mein Vater arbeitete als Tagelöhner auf den Reisfeldern. Vor 12 Jahren wurde er schwer krank. Er lag auf der Holzpritsche, hatte unheimliche Schmerzen. Es war ein qualvoller Tod. Wir standen vor dem nichts. Ich musste die Schule in der fünften Klasse verlassen. Ich war ständig auf der Suche nach Arbeit. Hunger und Angst waren unsere ständigen Begleiter. Eines Tages erzählte mir ein Nachbar von dem Trainingszentrum der Lichtbrücke. Ich bewarb mich, hatte doch nichts zu verlieren. Drei Monate später begann ich mit meiner Ausbildung in Fahrzeugtechnik. Die Abschlussprüfung habe ich bestanden und bin gleich danach in einer Werkstatt angestellt worden. Ich habe dann Tag für Tag immer 4 Taka gespart. Nach drei Jahren, hatte ich soviel Geld zusammen, dass ich meine eigene Werkstatt eröffnen konnte. Und nun stehe ich in meiner eigenen Werkstatt, repariere, kaufe und verkaufe Motorräder und Autos. Meiner Familie geht es gut. Ich verdiene ungefähr 9.000 bis 9.500 Taka im Monat (ca. 90 bis 95 Euro). Ich bin überglücklich, diese Chance erhalten zu haben. Bitte grüßt unsere Freunde in Deutschland!”
Die Lichtbrücke sagt: ”Danke!“
Familie Gramann und die Teilnehmer vom “25 Jahre Syncro”-Treffen setzen sich für die Jugendlichen in Bangladesch ein. Das Treffen war ein riesiger Erfolg. “Unsere Erwartungen wurden bei weitem übertroffen. Eine ordentliche Spende ist dabei zusammengekommen”, erzählt Herr Gramann stolz. Jugendlichen wie Ukil, ermöglicht dieser Einsatz eine bessere Zukunft, ohne Armut, Elend, Angst und Hoffnungslosigkeit. Für diese Unterstützung sagt die Lichtbrücke: Vielen Dank! Dhonnobad!
Unterstützen auch Sie mittellose Jugendliche in Bangladesch:
Ein monatliches Stipendium kostet 40 €
Wir danken für jede Form der Hilfe!
Links
Syncro-Treffen

Das größte Syncrotreffen aller Zeiten
