Stipendien für Jugendliche aus den Slums von Khulna
Hilfe in den Slums von Khulna
Unsere Reise führte uns auch in das Ausbildungszentrum unserer Partnerorganisation ADAMS. Hier in den Slums der Stadt Khulna leben rund 200.000 ärmste Menschen, die sich über die ganze Stadt verteilen. Für die Jugendlichen aus diesen Slums wurde das Zentrum gebaut, damit auch sie eine Chance bekommen.
Wer die Ausbildung packt, kann es schaffen!
Morgens 9:00 Uhr, wir stehen ca. 160 Auszubildenden des Trainingszentrums beim Antreten gegenüber. Nach dem Antreten zeigt uns Herr Aslam, Direktor von ADAMS, eine kurze Präsentation der Erfolge von 2010. Bis auf einen Schreinerlehrling konnten alle Auszubildenden die Ausbildung erfolgreich abschließen.
Wir gehen durch die Werkstätten. Die Schneiderei beginnt gerade mit den ersten von 22 Kleidungsstücken der Ausbildung. Die Elektroniker studieren aufmerksam das Innenleben eines Farbfernsehers. Die Schreiner machen unter Anleitung des Ausbilders ihre erste Zapfverbindung und die Schweißer lernen an der Tafel die Grundfunktionen der Elektrodenschweißmaschine. Die Mechaniker und die Elektriker haben theoretischen Unterricht. Die Ausbilder geben sich in allen Kursen große Mühe, den Auszubildenden den Einstieg zu ermöglichen. Die einjährige Ausbildung ist das Sprungbrett aus der Armut. Wer das hier packt, kann es schaffen, aus den Slums herauszukommen.

Mit Begeisterung und Konzentration erlernen mittellose Jugendliche im Trainingszentrum von Khulna einen Beruf.
Wer hungrig ist, der kann schwer lernen
Während wir durch die Werkstätten gehen, nimmt uns Herr Aslam beiseite und fragt: „Könnt ihr nicht doch was machen, um das kleine Mittagessen für die Studenten zu finanzieren?“ Wer den Jugendlichen in die Augen schaut, sieht ihren Hunger, auch wenn sie nichts sagen. Wer aus den Slums kommt, hat meistens morgens schon Hunger, weil nie genug zu essen da ist. Wenn der Vater mal Arbeit bekommt, gibt es abends was zu essen, für den nächsten Morgen bleibt kaum was übrig. Diese Familien kämpfen jeden Tag ums Überleben.
Die Finanzkrise zwang uns Mittel einzusparen und momentan können wir die Mittagsverpflegung für 2011 nicht finanzieren. Es tut uns allen sehr weh, aber die Ausbildung muss trotzdem erst mal weitergehen. „Einige werden nicht mehr kommen und ihre Ausbildung abschließen können“, sagt Herr Aslam. „Sie und ihre Familien schaffen es einfach nicht, ein Familienmitglied zu ernähren, das nicht arbeitet.“
Jens Peter Morgner
Die Lichtbrücke möchte die Auszubildenden aus den Slums mit einem Mittagessen unterstützen
Kosten für Mittagessen pro Jugendlichen im Jahr
60,- Euro
Bitte helfen Sie uns. Geben Sie den Jugendlichen aus den Slums von Khulna eine Chance, sie haben es verdient.

Mit leeren Magen lässt es sich schwer lernen. Unter einfachsten Bedingungen wird für die Jugendlichen gekocht.